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Berg - Sport - Club St. Gallen


 
     
 



 

Tourenberichte

Jubiläums-Seniorentour 19.-21. September 2008
Schächental 23./24. Februar 2008
Weissmies 15./16. Juli 2006
40 Jahre BSC-Hütte 27. Juni 2004
Skitourenwoche vom 08.04.-14.04.2006
Biketour 3./4. Mai 2003
Skitourenwoche Lungau 2003
Skitourenwoche Stubai 2001



Jubiläums-Seniorentour, 19.-21. September 2008

Organisatoren: Theo Vogel, Reinhard Hauser
Temporärführer: Felix Zulian
Teilnehmer: Franz Häusler, Migg Signer, Othmar Metzler, Teddy Pfändler, Cäcilia Prinz, Dominik Lutz (Verfasser)

Freitag, 19. Sept.:

Individuelle Anfahrt via Lukmanier-Pass nach Olivone und von dort aus mit dem “Alpentaxi“ nach Gariva oder Anfahrt via Bellinzona direkt nach Gariva. Von Gariva aus ging es in 20-60 Minuten in die Capanna Piandos, welche extra für uns geöffnet wurde. Dort gab es, nach einem feinen Apéro, einen gemischten Salat und im Anschluss Pasta mit Hirschragout und selber gesammelten Pilzen. Als Krönung gab es als Nachspeise frische Feigen aus dem Garten des Hüttenwartes in Locarno an einer Vanillesauce.

Samstag, 20. Sept.:

Nach ausgiebigem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Capanna Pian d’Alpe. Auf halbem Weg trafen wir auf Felix Zulian, der uns schon am Abend vorher Gesellschaft leistete, zum Übernächtigen aber in seinen Palazzo Felice abstieg. Kurz nach unserem Zusammentreffen machten wir bald einen Lunchhalt. Als wir alle satt waren teilten wir uns in zwei Gruppen. Die eine Gruppe ging auf direktem Weg via Cambra - Cava zur Capanna Pian d’Alpe. Die andere aber stieg auf zum naheliegenden Pass und machte eine wunderbare Gratwanderung, die neben dem Weg an manchen Passagen sogar zum Blockklettern einlud. Schlussendlich kam auch sie in der Capanna Pian d’Alpe an. Als nun alle angekommen waren und der Apéro zu sich genommen wurde, verliess uns Felix. Er hatte noch einen Fussmarsch vor sich, um zu seinem Auto und danach zum Palazzo Felice zurück zukehren. Kurz nach Felix Abschied wurde zu Tisch gebeten. Es gab eine sehr feine, mit diversen Gewürzen veredelte, Polenta. Dazu gab es Haxen. Als Dessert bekamen wir Früchte und sehr guten Kuchen.

Sonntag, 21. Sept.:

Nach reichhaltigem Frühstück wurde der Rückweg in Angriff genommen. Wir wanderten Richtung Nord Westen über den Hügel und stiegen dann nach Sobrio ab. Dort wurde in einem Restaurant ein ausgiebiges Käsemahl eingenommen. Am frühen Nachmittag wurden wir dann in Sobrio vom “Alpentaxi“ abgeholt und nach Olivone gefahren, von wo wir dann individuell die Heimreise antraten.

Ein herzliches Dankeschön an die zwei Organisatoren für diese wunderbaren Tage im Tessin. Auch ein Dankeschön an Felix Zulian, der uns zeitweilen den Weg zeigte.

Dominik Lutz


Tourenbericht Skitouren im Schächental, 23.-24. Februar 2008

Was soll ich alles schreiben? Ich könnte einen Roman tippen so schön war es! Aber ich könnte mich auch einfach kurz fassen und schreiben: alle die nicht dabei waren, haben etwas verpasst!
Oder nicht, liebe dabei gewesenen?
Erst glänzte die Tour ja mit 6 Anmeldungen! Leider aber grassierte die Grippe und nicht alle Handgelenke waren heile... Aber ich schlage vor, dass ich für das nächste Jahr wieder ein Skitourenwochenende im Kanton Uri ausschreibe und dann seid ihr hoffentlich Gesund und Ganz!

Am Samstag stiegen wir auf den Wäspen im Brunnital. Den Aufstieg verkürzten wir mit der Seilbahnkiste rauf auf Wannelen und schon nach wenigen Höhenmetern gehen standen wir über dem Hochnebel in der grellen Sonne, in Angesicht der imposanten Nordwände von Gross Ruchen und Gross Windgällen! Welch ein Genuss! Nach einem abwechslungsreichen Anstieg mit Znünigipfel genossen wir die Mittagsonne auf dem Gipfel des Wäspen.
Da ich nach 2 Wochen Kanada nur unverspurten Pulverschnee fahre, hatte ich den richtigen Riecher und mit etwas Glück fanden wir nach einer dreiwöchigen Schönwetterperiode noch einen völlig unverspurten Nordhang mit Pulverschnee! Juppy!!
Gut der Rest war, dann mit Regenkruste und Sonne verkocht, aber sei es drum… Spass hatten wir trotzdem! Vor allem auch wegen der Bobbahnabfahrt von Äsch zurück nach Unterschächen!

Der Samstagnachmittag resp. Abend gestaltete sich ganz kulturell mit einem Ausflug nach Altdorf; Trophäenschau des Urner Jagdverbandes, Telldenkmal, Lehnplatz, Kapuzienerkloster… und Chai-Tee (in Uri?). Abschliessenden genossen wir ein 4-Gang-Menu im Hotel Alpina in Unterschächen, wo wir auch nächtigten.

Und nun zum Sonntag! Da schreibe ich definitiv nicht viel! Ausgeschrieben habe ich einen Geheimtipp und den haben wir auch besuchen können! Nein, der wird nicht veröffentlicht! Sonst wäre er ja nicht mehr Geheim… ?!
Nur so viel: lange Hänge mit feinem Pulverschnee inmitten einer gewaltiger Kulisse! Tja, dabei sein hätte man sollen!

Ich bluffe? Fragt Michi, Güther, oder seine zwei Kollegen!

Liebe Grüsse in die Ostschweiz!

Evelyn Frischknecht


Tourenbericht Überschreitung Weissmies vom 15./16. Juli 2006

Am Samstagmorgen in aller Herrgottsfrühe, d.h. bereits um 05:00 Uhr, holte der Chauffeur Franz Häusler seinen Führer Jürg Kaufmann ab. Trotz (erst recht) der überwältigenden Teil-nehmerzahl machten wir uns auf die Socken rsp. Räder und fuhren das Rheintal aufwärts gen Oberalppass, den wir nach 2.5 Stunden erreichten. Im Bahnhofbuffet in Andermatt genehmigten wir uns das obligate Gipfeli mit einem Kaffee. Die weitere Reise durch das elend lange Wallis schlug keine grossen Wellen.

In Saas Almagell packten wir unsere Rucksäcke nach kameradschaftlichen Grundsätzen so, dass jeder etwa gleich viel Gewicht trug. Das Sässelibähnli brachte uns auf Furggstalden, wo wir, von netter Bedienung serviert, uns ein Wallisserplättli mit mässig Dole und viel Wasser einverleibten. Danach ging es über den Erlebnispfad mit Hängebrücken, Leitern und Stahlseilen zum Berghotel Almagelleralp. Auch hier oben war es ungewöhnlich heiss, also einen halber Liter Wasser getrunken weiter zur Almagellerhütte des SAC. Nach guter Bewirtung und Gesprächen mit netten Berggängern verkrochen wir uns etwa um 21:30 Uhr unter die Wolldecken in der Dependance.

Tagwache um 03:30 Uhr, Frühstük ohne rechten Appetit und los ging's in etwa einer Stunde zum Zwischbergenpass. Bald stiegen wir angeseilt mit Steigeisen und Pickel über ein längeres Firnfeld hoch zum eigentlichen SSW-Grat. Der Grat ist ein Blockgrat, der relativ leicht zu durchklettern ist; ein wahrer Genuss! Danach überschritten wir, wieder mit Steigeisen beschuht, den fest gepressten Schneegrat zum Gipfel auf 4023 müM. Für den Aufstieg benötigten wir rund 6 Stunden. Dies scheint etwas lang zu sein. Nimmt man jedoch die häuslerische Seniorenformel zu Hilfe, d.h. Normalzeit plus etwa 20-25 %, hat dies durchaus seine Berechtigung. Ja, ja, man wir älter, da kann man nichts machen. Den Abstieg über die Normalroute zum Hohsaas bewältigten wir, trotz zwei Staus bei Spalten in gut 2 Stunden. Auch hier - nicht nur am Gotthard - ist an diesem schönen Wochenende ein ordentliches Verkehrsaufkommen. Nur warteten wir in wesentlich angenehmerer Umgebung. Von Hohsaas brachte uns die Kabinenbahn nach Saas Grund. Etliche Stopps – warum auch immer – brachten es zustande, dass wir das Postauto nach Saas Almagell verpassten. Der Chauffeur wurde zu Autostopp verknurrt, was dank seinem ausgeprägten Charme augenblicklich zum Erfolg führte.

So durchpflügten wir wiederum das elend lange Wallis in umgekehrter Richtung. In Lax im Goms kehrten wir, im uns von der Hinfahrt bekannten Pöstli, ein und schmauchten die wohlverdiente Zigarre. Nächster Halt in Realp, dann weiter durch die Surselva, das Rheintal und über den Ruppen nach Hause. Geschafft um ca. 21:30 Uhr; lange aber schöne Tage.

Franz Häusler


40 Jahre BSC-Hütte

Am Sonntag, 27. Juni 2004 trafen sich Gäste und BSC-ler bei unserem Clubheim im Stiefelwald im Raume Alp Furgglen/Bollenwees im Alpstein zur Jubiläumsfeier. Das Wetter machte mit - meist Sonnenschein und wenig Regen.

Präsident Franz Häusler durfte gut 60 Teilnehmer begrüssen, darunter auch einige, die sich damals am Hüttenbau noch beteiligten. Speziell begrüssen durften wir das Alphornduo Wolkenlos, das unsere Feier mit ihren schönen Weisen, die in den Bergen besonders zur Geltung kommen, umrahmten. Von einigen Kameraden, denen es leider nicht mehr möglich ist an solchen Anlässen teil zu nehmen, wurden Grüsse ausgerichtet. Ein besonderer Dank gebührt unserem Hüttenchef Jürg Kaufmann und seiner Küchenmannschaft, die für das leibliche Wohl besorgt waren.

Ein solcher Anlass ist Grund genug, in der Hüttengeschichte zurück zu schauen. Schon früh wurde nach einer geeigneten Unterkunft gesucht. Seit 1910 bis zum Bau des eigenen Clubheims war man bei verschiedenen Sennen eingemietet. Bereits im Februar 1930 wurde der Funke für den Bau eines eigenen Clubheimes gezündet. Man schuf ein Hüttenbauregelement und die erste Geldsammlung wurde durchgeführt. Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise und der darauf folgenden Kriegswirren versandete dann aber das Ganze. Weitere Anläufe für ein eigenes Clubheim wurden genommen die aber, sei es mangels Geld oder eines geeigneten Grundstückes, nicht zum Ziel führten.

1962 war es dann endlich so weit. An einer ausserordentlichen Hauptversammlung anfangs Juni wurde definitiv beschlossen, im Stiefelwald ein eigenes Clubheim zu bauen. Bereits im Juli wurde der Bauplatz vermessen und mit den Arbeiten begonnen. Von den Mitgliedern wurde sehr viel Fronarbeit geleistet und die Ferien, die dazumal noch nicht so grosszügig bemessen waren, geopfert. Ein besonderes Problem war der Transport. Das Material wurde gesäumt, getragen und zeitweilig mit einem Zapfenweller transportiert. Am Auffahrtstag 1964 wurde das blank geputzte Clubheim gebührend eingeweiht. Selbst Freddy Weber von der Programmstelle St.Gallen von Radio DRS produzierte eine Reportage. Viele Reminiszenzen gäbe es aus der Bauzeit zu erzählen.

Heute hat das Clubheim fliessendes Wasser, ist an die Kanalisation angeschlossen und demnächst wird eine elektrische Beleuchtung installiert. Dank dem Pioniergeist der damaligen Mitglieder dürfen wir uns auch heute noch an unserem Bijou freuen.

Anschliessend an diesen Rückblick zündete unser ältestes anwesendes Mitglied Edi Erat auf Knopfdruck elektrisch einen Vulkan. Damit war auch die Stromversorgung symbolisch aufgeschaltet.

Danach taten sich alle an den gegrillten Würsten, Salaten und Kuchen gütlich. Nach einem gemütlichen Nachmittag, gespickt mit Erinnerungen, Alphornklängen und diesem und jenem Schwatz zogen die BSC-ler zufrieden ins Tal.

Franz Häusler


Skitourenwoche vom 08.04.-14.04.2006

Teilnehmer: Michael Lutz (Tourenleiter)
        Teddy Pfändler
        Jon Janet Kuppelwieser
        Simon Lutz
        Dominik Lutz (Verfasser)

Samstag, 08.04.

Anreise mit dem Auto von St.Gallen über Goldach nach Guarda. Wir machten einen Zwischenhalt in Schiers, um dort bei schönstem Wetter unseren Hunger zu stillen. Von Guarda aus nahmen wir den 31/4 stündigen Aufstieg zur Tuoihütte in Angriff. Teddy und Jon Janet bewältigten diese Strecke, bei Sonnenschein, innert 2 Stunden. Als wir, Michael, Simon und Dominik, ankamen genossen die anderen zwei schon das 5. Bier?. Die Hütte war sehr gut besetzt und wir fanden gerade noch Platz, um das Nachtessen einzunehmen. Es gab Steinpilzcrèmsuppe, Reis und Currygschnezelttes. Als Nachspeise gab es Cappucinocrème. Nachtruhe war um 22.00 Uhr.

Sonntag, 09.04.(Tagwach 06.25 Uhr)

Wir frühstückten um 06.30 Uhr. Danach bereiteten wir uns vor, um die “Hintere Jamspitze“ zu besteigen. Der Aufstieg dauerte 3 Stunden (Senioren) und 31/2 Stunden (Junioren). Die Abfahrt zur Hütte zurück war wegen der schwierigen Schneeverhältnisse kräftezerrend. Wir kamen trotzdem kurz vor 12 Uhr wieder in der Tuoihütte an und verzerrten unseren Lunch als Mittagessen in, bzw. vor der Hütte. Danach warteten wir auf das Nachtessen, welches um 18.30 Uhr eingenommen wurde. Es gab zuerst eine Tomatensuppe und danach Pizoggeri, eine engadiner Spezialität. Als Nachtisch wurde Apfelstrudel serviert. Nachtruhe ebenfalls um 22.00 Uhr.

Montag, 10.04. (Tagwach 06.25 Uhr)

Das Frühstück, Müsli, Brot, Kaffee, Kakao und Orangensaft, wurde wie am Vortag um 06.30 Uhr verzehrt. Danach machten wir uns auf zum Plan Mezdi, eine Ebene auf 2853 m.ü.M.. Die Schneeverhältnisse waren besser als am Vortag, aber das Wetter spielte nicht mit. Nach der Hälfte der Strecke begann es heftig zu winden und es schneite gelegentlich. Der Aufstieg dauerte 21/2 Stunden. Wir rasteten kurz und begannen darauf mit der Abfahrt. Wir erreichten die Hütte um 10.35 Uhr. Wieder wurde ????ƒ?teilweise als Mittagsmal der Lunch verzehrt. Es gab aber auch Rösti mit Engadinerwurst für Teddy und Engadinerwurst pur für Jon Janet. Wieder begann ein langes, banges Warten auf das Nachtessen. Wir wurden aber so gut bekocht, dass es nichts ausmachte, lange auf das Essen zu warten, denn das Warten lohnte sich immer. Als dann endlich 18.30 Uhr war, wurden uns Apfelmostcrèmsuppe, gemischter Salat, Polenta, Hackbraten und als Nachspeise Aprikosenküchlein aufgetischt. Es schmeckte herrlich. Die Nachtruhe war um 21.30 Uhr (für uns).

Dienstag, 11.04. (Tagwach 07.50 Uhr)

Da das Wetter schon am Vorabend umschlug und extrem winterlich wurde, kam uns die Hüttenwartin entgegen und man konnte von 07.00 Uhr bis 08.30 Uhr frühstücken (normal war 05.30 Uhr bis 07.00 Uhr). Das Wetter war auch am Morgen nicht zu gebrauchen und so vertrieben wir uns die Zeit mit Lektüren, Jassen und Tourenbericht schreiben. Zu Mittag gab es Käserösti, Rösti mit Spiegelei und Fleischkäse mit Spiegelei (nur für Dominik gab es Lunch). Der Nachmittag verlief so wie der Vormittag. Zum Znacht gab es “Fläddlisuppä“, gemischter Salat und Fondue. Der Nachtisch bestand aus Apfelsalat mit Mandelscheiben, Haselnüssen und einen Schuss Amaretto. Am späten Abend wurde, nach langem spekulieren, beschlossen, am nächsten Tag die Rückkehr anzutreten. Wir meldeten uns bei der Hüttenwartin ab und bezahlten. Nachtruhe ca. 22.30 Uhr.

Mittwoch,12.04.

Abreise über die Furcletta bei viel Wind nach Guarda. Rückfahrt mit Zwischenstopp in Landquart um Michael auf den Zug zu bringen. Von Landquart aus ohne Halt in die verregnete Ostschweiz.

Vielen Dank an Michael, der diese Tourenwoche organisierte. Es war sehr schön, auch wenn wir nicht auf das Wetter zählen konnten und die Woche frühzeitig beenden mussen.

Dominik Lutz


Biketour 3./4. Mai 2003

Tourenleiter: Teddy Pfändler

Teilnehmende:
        Franz Häusler
        Simon Lutz
        Irene Stücheli(am Sonntag)
        Michael Lutz

Samstag 3. Mai 2003:

Als Treffpunkt wurde der Bahnhof Appenzell um 0951 vereinbart. Teddy, Franz und Simon kamen also dann zur besagten Zeit am besagten Ort an. Sie wollten so eben eine grosse Suchaktion auslösen, als der Schreibende um 0955 doch noch dazu stiess... tja wer zu bequem ist um den Fahrplan zu lesen, der tretet eben von Herisau nach Appenzell... Die nun komplette Velo-Equipe startete in Richtung Weissbad – die einen kalt, ein anderer bereits fast überhitzt...

Nach dem bis Weissbad jeder mindestens auf Betriebstemperatur aufgewärmt war gings opsi in den Lehmen um eine Kaffe & Muffins – oder eben „Kafi & Gugelhöpfli“ – Pause einzulegen. Nach einem Luft-Wechsel in Simons Hinterreifen ging’s weiter Richtung Kammhalde zur Schwägalp. Dort mischten wir uns unauffällig unter die Töfffahrer & genossen im Durchzug eine Gerstensuppe. Als die kassierfreudige Serviermutter (-tochter wäre falsch) endlich unsere Geldseckel erleichtert hatte ging’s über die Panzerpiste runter, um dann den Risipass in Angriff zu nehmen.

Es wurde etwas gächer & strenger, so dass sich des Schreibenden neue Z-Kette mit einem Chlapf verabschiedete... Nach einer steinzeitlichen Reperaturaktion ging’s weiter (mehr schiebend & tragend..) das letzte Stück hinauf.

Um nicht vom Winde verweht zu werden brachen wir unsere Passpause nach kurzer Zeit ab und verlegten sie 2-300 Meter talabwärts. Bei einem Stall vernichteten wir unsere Lunchresten... Dieser Vernichtungsaktion fielen Turbo-speed-high-energy-ultra-power-Riegel oder halt einfach gefüllter Bieberfladen & und anderes zum Opfer. Die Abfahrt nach Nesslau wurde allgemein als weniger streng als der Aufstieg zum Risipass empfunden.

In Nesslau steuerten die einen direkt – ein anderer mit Umweg über einen nicht steinzeitlichen Velomech – in den Sternen, um sich zu erfrischen. Anschliessend mischten wir uns wieder unter die Töfffahrer, um auf der Hauptstrasse nach Wattwil zu gelangen. Hier trennten sich unsere Wege, die wir nun per Zug zurück legten um rasch möglichst zum Lammrückenfilet mit anschliessender Käseplatte oder sonstigen feinen Nachtessen zu gelangen.

Sonntag 4. Mai 2003

Am Sonntagmorgen trafen wir uns um halb zehn in Wattwil im Zug nach Nesslau. Diesmal war auch Irene dabei. Ab Nesslau ging’s am Sternen vorbei um dann beim Velomech rechts abzubiegen. Das war das flache Stück. Nun gings hinauf in die Vordere Höhi. Auf den gächen, wurzligen Wegen nützte selbst das neue HG-Kettenglied nix. So wurde streckenweise das Bike geschoben oder getragen.

Die erste Höhi erreicht, nahmen wir nach kurzer Pause die Abfahrt zur Skihütte unter die Räder. Nachdem die verwursteten Winzer in unseren Mägen mit Kaffee ertränkt waren ging’s runter nach Amden um dann in die Hintere Höhi hoch zu trampeln. (Eigentlich würde es genügen, die beiden Orte mit „Hintere“ und „Vordere“ zu benennen. Das mit der „Höhi“ merkt man nämlich von selbst!)

Kleine Pause.

Frisch gestärkt nahmen wir die abwechslungsreiche Abfahrt nach Nesslau in Angriff. Kaum war ein Schneefeld gemeistert, hatte man eine Wasserschwelle (oder besser: einen die Strasse durchquerender Holzkanal!) zu überwinden... jedenfalls kamen alle heil beim Sternen an – ob mit Schaukelstuhl oder ungefedert, jeder hat’s überstanden ;-)

Diesmal bestiegen 80% der Anwesenden bereits in Nesslau den Zug. Die Andere Hälfte kannte die Hauptsstrasse nach Wattwil noch nicht, respektive machte sich auf, um einen Veloweg zu finden.

Merci Peter für dieses tolle Bike-Weekend! Merci Petrus fürs super Wetter :-)

Michael Lutz

Skitourenwoche Lungau vom 15.-22. März 2003

Administrativer Leiter: Köbi Frei

Tourenleiter: Albert Essl

Teilnehmende:
        Jon Janet Kuppelwieser
        Felix Zulian
        Franz Häusler
        Simon Lutz
        Roman Löpfe
        Evelyn Frischknecht
        (Schwarzes Buch. d.h. Tourenbericht)

Und mit dabei waren auch:
        Heinz, der Jager aus dem Salzburgerland
        Hanspeter, der Pfarrer aus Stuttgart

15.03.03. Der Anreisetag

An diesem Samstagmorgen trafen wir uns bei schönstem Wetter im östlichen St. Gallen. Der Wetterbericht meldete eine langanhaltende Schönwetterperiode, und so starteten wir voller Vorfreude in eine der schönsten Wochen im Jahr: die Tourenwoche.
Für das Fahren zur Verfügung gestellt hatten sich Felix und Jon Janet. - Vielen Dank euch beiden. - Die erste Reiseetappe führte uns über den Arlberg bis zu einer Raststätte vor Innsbruck. Auf der Terrasse verzehrten wir ein feines Rieseneingeklemmtes aus Romans Küche. - Danke auch dir, Roman. - Weiter ging es noch ein Stück auf der Autobahn und schon bald auf Hauptstrassen quer durch das Tirol bis ins Salzburgerland. Abstecher über Wiesen! mit eingeschlossen. Auch die Pause mit Kaffee und Apfelstrudel durfte nicht fehlen. Nach sieben Stunden Fahrzeit bei durchschnittlich 71km/h kamen wir in Mariapfarr im Lungau an.
Zufällig trafen wir im Dorf bei der Suche nach der Unterkunft auch gleich unseren Führer, der uns den Weg vorfuhr. Die Pension Kocher in Lintsching wurde erst renoviert und so bezogen wir für eine Tourenwoche luxuriöse Zimmer und Appartements.
Das Abendessen nahmen wir beim Karlwirt im Dorf ein. Es lohnt sich nicht gross zu referieren: eingeteilte Teller, wenig Pommes, kein Nachschub obwohl noch hungrig; besiegelten das Urteil, und so waren wir da nie mehr gesehen.

16.03.03 Vierteleck

Nach einem reichhalteigen Frühstück von unserer Schlummermutter mit selbstgebackenen Brötchen, Vogelbeerenkonfitüre und vielem weiteren, wurden wir um ca. 8.00 Uhr von Albert mit dem Bus abgeholt. Wir fuhren in eins der fünf Lungauer Täler hinein Richtung Obertauern und parkierten das Auto im Ort Tweng. Von da an ging es auf den Skiern direkt hinauf zum Waldrand. Über alte, mit rutschigen Tannzapfen bestreute Wege schnell an Höhe gewinnend, stiegen wir bis zu einer romantischen Jagdhütte, wo wir ein Pause machten. Weiter führte der Weg im Wald über Wurzeln und Zäune bis der Wald lichter wurde. Die Vorausscheidung der Camel-Trophy war bestanden. Über coupiertes Gelände mit angenehmer Steigung zogen wir die Spur weiter auf den Übergangsgrat und relativ flach zum „Gipfel“ der Vierteleck. Der Schnee war sehr unterschiedlich: Pulver, Windharsch alter Schwimmschnee...
Im oberen Teil des Aufstiegs und auf dem Gipfel ergriffen uns immer wieder kalte böige Winde, die nicht zum verweilen einluden. So zogen wir schnell die Felle ab um die Abfahrt in Angriff zu nehmen. Wir fanden einige schöne Mulden und steilere Hänge, die zu unserem Erstaunen Pulverschnee zu bieten hatten. Nicht desto Trotz liessen viele Stürze nicht auf sich warten. Beschuldigt wurden die ungewohnten neuen taillierten, wie die alten Pommes-frites Ski.
Bei warmen Sonnenschein machten wir Rast bei einer Hütte. Danach gab es Camel-Trophy zum Zweiten:
Wie wild gewordene Jungs kurvten die Herren die steilen Hänge mit vielen grossen und kleinen Tannen hinunter. Immer wieder bleiben sie auch unbeweglich stecken und mussten geborgen werden.
Nach kurzer rasanter Bachabfahrt mit quer liegenden Bäumen und steckengebliebenen Ski (Franz), ging es angenehm auf dem Forstweg zurück ins Tal zum Bus. Der Trinkrast in Tweng mit spannenden „Duschpinkelständen“, folgte die Erholungsphase in der Pension mit lesen und schlafen.
Um 18.30 Uhr fuhren wir zu siebt im Direktionswagen (Felix`s Volvo) zum Nachtessen. Allen hat es geschmeckt, Felix war wieder zuerst dran.., und für den nächsten Tag haben wir in einem anderen Lokal reserviert. Erledigter Dinge konnten wir uns „zu Hause“ also dem obligatorischen, salmonellen-prophylaktischen Grappa widmen. Gute Nacht.

17.03.03 Grosse Kesselspitze

Wieder führen wir Richtung Obertauern und parkierten den Bus weiter oben direkt am Waldrand. Mit den Skiern an den Füssen ging es lange langsam ansteigend auf dem Forstweg hoch bis zu einer „Pausen“-Alm. Danach führten uns die Spuren anderer Tourengeher durch lichten Wald immer weiter ansteigend an Felsen und Legföhren vorbei zum Tourenziel.
Aber ohne Fleiss kein Preis. Bei einem steileren Stück mit hartem Schnee glitt der Jager Heinz aus und riss die ganze Bindung aus dem Ski!
Aber der BSC hat schon vieles gerichtet... und so pausierten die Einen gemütlich und vertauten auf Jon Janet und Albert, die sich dem Unheil annahmen. Zum Erstaunen aller hatte der Jager die Ski sehr schnell wieder an und ging anfangs etwas zögerlich weiter. Die Bindung hielt den ganzen Tag. Bravo den Technikern!
Nach letzten 250 Höhenmeter Anstieg, machten wir ein Skidepot und kletterten die letzten Meter zwischen Felsen zu Fuss auf den Gipfel. Nach gratulierenden Gipfelküssen, durfte der Gipfelbucheintrag natürlich nicht fehlen:

Bei schön Wetter hier oben zu stehen, es lohnt sich den Lungau zu sehen.

Die Abfahrt führte uns rasant durch verfahrenen Schnee, mal hart, mal pulvrig, kurvend um Legföhren. Einige „verfielen“ einem Geschwindigkeitsrausch...
Wiederum gab es eine Sonnenpause auf der Alm. In zwei Gruppen ging es weiter ins Tal. Heinz, Hanspeter und Simon auf der Forststrasse, die Wilden schwieriger durch den dichten Wald...Die Wegfahrer liessen unten lange auf sich warten, aber zum Glück war nichts passiert.
Wieder gab es eine Erfrischung in Tweng und dann fuhren wir zurück nach Lintsching.
Was an diesem Tag wirklich noch geschah bis zum Abendessen, blieb dem Schwarzen Buch auch nach intensiven Bemühungen verborgen. Der geschaffene Gesprächsstoff reichte für die ganze Woche und drehte sich immer um geheimnisvolles „düschele“, “absprütze“, „Warmduscher“.
Um 18.30 Uhr hielten wir beim Jägglwirt einen Gaumenschmaus. Nach einem reichhaltigen Menu bestellten die nimmersatten Köbi, Jon Janet, Roman und Simon nochmals eine Pfanne Käsenockrl, die sie bei Felix zuvor ausgiebig gekostet hatten. Nach einem viertelstündigem Stromausfall ging das Licht wieder an und man konnte zum Dessert übergehen...

18.03.03 Rettenwand im grossen Kessel

Wie jeden Tag fassten wir auch heute nach dem Frühstück hervorragenden Tee von Elfriede.
Ab ging es dann mit dem Bus nach Zederhaus, und weiter über eine Nebenstrasse, bis es nicht mehr weiter ging. Ein paar Meter mussten wir die Skier tragen, dann ging es relativ flach in den Grossen Kessel mit seinen vielen Tourenmöglichkeiten hinein. Weiter stiegen wir über verharschte Hänge, mit Stürzen gespickt in den Spitzkehren, hinauf zu einem Rastplatz. Nach dem „Energietee“ ging es mit Harscheisen unter den Skiern die Hänge hinauf. Der Schnee wurde schnell angesulzt und machen die Eisen eigentlich nicht mehr nötig. In den Hängen hatte es viele eingeschneite „Fischmäuler“, die sich für Hanspeter als Fallen entpuppten. Engagiert musste er geborgen werden. Schon bald standen wir dann auf dem Kamm der Rettenwand. Bevor es wieder hinunter gehen konnte, wurde nach der Rast noch umständlich Fotos geschossen. Kampfschnee war streckenweise angesagt. Der Sulz war tief bis angenehm zu fahren. Leider verletzte sich Felix bei dieser Abfahrt am Arm und musste unten auf der Alm auf dem Tisch „verschwestert“ werden. Aber liebe Jungs, lachende Menschen muss man nicht beatmen!
Nach kurzer Abfahrt zum Auto kehrten wir beim „Geheimtippwirt“ ein. Der Tipp war ein Essen mit Sauerkraut und Blutwurst. Wie das Mahl genau hiess, weiss ich leider nicht mehr. Aber eins weiss ich: der Marillenschnaps war sensationell...
Das Abendessen gab es später beim Straussen-Granizelwirt. Aber der Appetit war nicht mehr der vom Vortag. Grappa und ab ins Bett.

19.03.03 Steirische und Lungauer Kalkspitze

Wieder ein Tag mit super Wetter. Auf ging es nach Obertauern ins Skigebiet. Ein Sessellift verkürzte einen ersten Aufstieg. Dahinter lockte ein kurzer Pulverhang, den sich viele nicht entgehen lassen konnten, obwohl es bedeutete danach im Tannenschritt auf die andere Seite wieder hoch zu steigen. Weiter ging es einige schöne Hänge hinunter und auch gerade aus mit Stockeinsatz. An einem Geländeübergang hiess es dann entgültig Felle aufziehen.
Davor konnte der Jagger in einer gefährlichen Aktion den Felsen nicht wiederstehen...Zum Glück war nichts passiert. Es reichte wenn an diesem Tag Felix einen Ärztemarathon absolvieren musste.
Der eigentliche Aufstieg führte uns über sonnige, anfangs verharschte, dann pulvrige Hänge hoch bis zum gewächteten Gipfelgrat. Im oberen Teil mussten die Ski auf den Rücken, und es ging zu Fuss auf den felsigen Gipfel. Die Steirische Kalkspitze war geschafft.
Unterhalb des Gipfels gönnten wir uns eine kleine Rast, bevor es in mehr oder weniger schönen Schwüngen zum Übergang zwischen den beiden Gipfeln ging. Und in einem kurzen Aufstieg erreichten wir auch die Lungauer Kalkspitze. Berg heil!
Für eine richtige Pause fanden wir einfach keinen windgeschützten Ort. Deshalb machten wir uns bald an die Abfahrt.
Der Schnee war nicht so perfekt wie auch schon. Dünner brüchiger Harsch und auch schwerer Schnee weiter unten, liessen nicht lange auf Stürze warten.
Ein paar Kunstsprünge mussten auch noch sein, bevor wir eine lange Sonnenrast vor einer Jagdhütte machen konnten. Abwechslungsreich ging es dann das Tal hinaus.
In der urigen Jausestation mit dem grossen Holzherd gab es zur Belohnung einen riesigen Kaiserschmarn aus der Pfanne. Freundlichst wurden wir von da mit dem Bus abgeholt und waren um 19.00 Uhr wieder in der Pension. Duschen, Umziehen und Essen beim Steinerwirt.

20.03.03 Glöcknerin

Der Morgen mit dem Frühstück war eine genussvolle (Geierbrötchen) Routine geworden und anschliessend konnten wir pünktlich starten. Wir fuhren über Obertauern auf die Felsenalm. Der Aufstieg im Wald war gleich ziemlich steil, aber egal Hauptsache wir waren von den stinkenden Cars weg und der aufmerksame Tourengeher sah jetzt schon: Pulver für die Abfahrt, da lacht das Herz!
Oberhalb der Waldgrenze stiegen die Hänge stetig und angenehm an. Und nach einer längeren Querung mit Abständen erreichen wir auch bald den Gipfel. Auf dem ganzen Aufstieg ging immer ein kalter Wind und so machten wir auch auf der Glöcknerin keine lange Pause.
Obwohl der Schnee im oberen Teil sehr windverblasen war, eignete er sich zum Abfahren vorzüglich. Pulver, da muss man einfach jauchzen!
Wir bögelten bis zum Wildsee ab, überquerten ihn und machten eine Pause bei einem grossen Stein, der Windschutz bot. Das heisst, Albert, Jon Janet, Roman Felix und ich hetzten nochmals ca. eine halbe Stunde hoch um den Schnee nochmals richtig zu geniessen. Solchen Schnee hat man/frau nicht alle Tage.
Nach einem ganz kurzen Gegenanstieg, kurvte die ganze übermütige Bande runter über weitere schöne (Steil)Hänge bis zum Auto. Ein paar weitere Schanzen mussten auch noch sein.
Eingekehrt wurde an diesem Tag im Café in Mariapfarr. Wo auch gleich wieder die Drogerie aufgesucht werden musste. Dieses Mal hat sich Jon Janet bei der Abfahrt (Springen?) unglücklich verletzt. Wenn das so weiter geht müssen wir für Samstag einen Lazarettlastwagen bestellen!
Das Abendessen gab es in St. Andrä beim Andlwirt und danach schauten wir noch im Städtchen Tamsweg für das Dessert hinein. Wir steuerten sofort das nahe „Café verte“ an, welches sich als Vinothek entpuppte. Also musste es ein Dessertwein sein, kompliziert sind wir ja nicht, aber eine ganze Flasche (anderthalb Liter) bitte schön, musste es schon sein.
Der ausgesuchte Wein löste bei Felix unerforschbare Erinnerungen aus. Wenn ich mich an den Wein erinnere, weiss ich nur, dass ich danach „beschwipst“ ins Bett stieg. Gute Nacht. Oder gab es vorher noch Grappa?

21.03.03 Schwarzeck

An diesem Tag ging es mit dem Bus nach Tweng und mit dem Almstrassenschlüssel soweit das Tal hinein bis wir den Bus stehen lassen mussten. Kurze Zeit folgten wir noch der Strasse und bogen dann zum Waldrand hin ab. Im Wald stiegen wir schwitzend steile, alte Wege hoch. Bei einer Hütte machten wir Rast. Der Wald wurde bald lichter und Felsen prägten immer mehr die Aufstiegshänge. Aus diesem Grund ging es mit vielen Spitzkehren höher und höher. Später wurde es eine Weile flacher. Eine Pause wurde zwischengeschaltet, und dann nahmen wir den steileren Gipfelaufschwung unter die Ski. Weil plötzlich alle viel fiter waren als es am Morgen im Bus noch den Anschein machte, erreichten wir alle zusammen den schönen, dieses Mal windstillen Gipfel. Schade das Jon Janet und Köbi nicht mitkommen konnten.
Ausgiebig genossen wir die sonnige Gipfelrast. Es wurde gesonnt, geschlafen, Hirschsalami gegessen, auf Holzbrettern Salsize aufgeschnitten und grosszügig verteilt und über das Panorama diskutiert.
Alles schöne hat ein Ende und so nahmen wir das nächste herrliche in Angriff: die Abfahrt.
Es ging hinter der „Himmelsleiter“ in vielen Schwüngen, andere Hänge als im Aufstieg, hinunter. Der leicht „gedeckelte“ Schnee und die müden Beine von einer ganzen Woche taten ihre Pflicht und sorgten für unzählige Stürze. Die Gestützten fanden es lustig und so wurden sie von den Zusehenden auch gebührend ausgelacht. Die Jungs wurden nochmals richtig übermütig. Gut, ich auch.
Aber Achtung, die Abfahrt forderte auch nochmals etwas skitechnisches Können für einen engen Steilhang mit einigen „Bäumli“. Auf der Forststrasse fuhren wir danach zurück zum Bus.
In Tweng erfrischten wir uns wieder im bekannten Restaurant. Später in der Pension wurden die Beine hochgelegt und „gedüschelt“...
Um halb acht trafen sich alle zehn Teilnehmer beim Jäggelwirt zu einem Schlemmeressen. Die Zusatzpfanne Käsenockrl durfte natürlich nicht fehlen. Nur der Stromausfall blieb aus.
Wie immer wurde gelacht, über Touren und Stütze resümiert und dieses Mal auch gehofft, dass die Verletzten schnell genesen.

22.03.03 Heimfahrt

Diese ist unspektakulär und Dank den guten Fahrern unfallfrei über die Bühne gegangen. Für den Heimweg nahmen wir die Autobahn über Salzburg und München. Fahrzeit ca. 6 Stunden.

Die Tourenwoche war viel zu schön, als dass ich sie wie abgemacht in einem kurzen Bericht hätte wiedergeben können. So habe ich Schweizer Regentage genutzt zum Schreiben und in Erinnerungen zu schwelgen.
Danke für die herrliche Zeit.

Evelyn Frischknecht



SKITOURENWOCHE IM STUBAITAL VOM 7.-13. April 2001

Diesen Tourenbericht könnte ich eigentlich ganz kurz halten. Täglich etwa zur gleichen, späten Zeit aufstehen, immer das gleiche diskussionswürdige Wetter, jeden Tag Neuschnee und das Essen ausnahmslos vom Besten. Was man übrigens auch vom Wein sagen kann.

Tja, etwas genauer möchte ich aber trotzdem werden. Und um mich vor all zu vielen Wiederholungen zu schützen, beginne ich wie sonst üblich chronologisch , fahre dann aber themenspezifisch weiter.

Das Vorfeld

Die Tourenwoche und somit der Tourenbericht beginnt üblicherweise am Samstag. Da sich dieses Mal jedoch unglaubliches und teilnehmerentscheidendes schon im Vorfeld abspielte, möchte ich dieses in meinem Bericht miteinbeziehen.

Auf den Donnerstag davor war die Vorbesprechung angesetzt. Anwesend waren von sechs Angemeldeten deren vier: Peter Pfändler, Köbi Frei, ich (Evelyn Frischknecht) und meine Freundin und Nicht-BSC-Mitglied Marianne Oertle. Bei der Zahl von vier blieb es dann auch auf der Tourenwoche. Aber anders rum:
- Günther Gstach hatte sich aufgrund einer starken Erkältung entschuldigt, um sich für die Woche "gesundschonen" zu können. Was ihm auch gelang.
- Marianne musste sich am Samstagmorgen aufgrund einer starken Grippe, die dann eine ganze Woche anhielt, entschuldigen.
- Fehlt also noch eine Person und gefehlt hat in diesem Fall vieles. Martin Zürcher fehlte am Donnerstagabend. Seine Entschuldigung oder Abmeldung blieb ebenfalls aus. Peter versuchte ihn den ganz Freitag telefonisch zu erreichen, jedes Mal fehlte jedoch seine Stimme auf der anderen Seite. Am Samstagmorgen, eine halbe Stunde vor der Abfahrt konnte er ihn dann doch noch - total verschlafen erreichen. Es kam ihm dann noch in den Sinn, dass er sich entschuldigen wollte, weil er nächste Woche heirate. Punkt. Weitere Details sind mir unbekannt.

Teil nahmen also:
Peter Pfändler
Köbi Frei
Günther Gstach
Evelyn Frischknecht

Das Wetter

Das dominierendste Thema der Woche. Abgehandelt ist es jedoch schnell.
Sah man am Morgen aus dem Fenster, welches ausserdem nie beschlagen war, mal bestimmt nicht mit Eiskristallen, dann sah man immer das gleiche Bild: Wolken behangener Himmel, dessen Farbe wir schon fast vergassen, neblige Strukturen, die einem die Sicht nahmen und ununterbrochene Niederschläge, die auf Grund der hohen Temperaturen um null Grad, nur knapp in Form von Schnee ausfielen.
Auch zu jeder anderen Tageszeit traf man dieses Bild an.
Zwischendurch wurde über Aufhellungen gemunkelt. Und man sollte es nicht glauben - sie trafen zwei Mal ein! Jeweils für eine knappe halbe Stunde! Kurze Freude, langes jammern.
Wind gab es kaum.

Die Schneeverhältnisse

Die lassen sich einfach ausmalen. Schneit es ununterbrochen, gibt es viel Neuschnee. Jeden Tag gab es zwischen 10 und 40 cm dieser weissen Pracht. Das heisst, jeden Tag neu spuren, aber dazu später. Kombiniert man dies mit den warmen Temperaturen, weiss man auch, dass wir nicht diese herrlichen Federleicht-Pulverschneechen hatten. Man könnte gar sagen: rauf wie runter gepfadet.
Gut, ganz so dramatisch war es nun auch wieder nicht. Waren die Hänge genügend steil, das heisst um die Munter-Marke von zirka 30 Grad, brachte man doch einige schöne Schwünge hin. Sonst galt die Devise: volle Kraft gerade voraus und Stockeinsatz! Die lange Gerade vom Gletscher bis zur Hütte wurde durch das grosse Engagement des Hüttenwartes und der Hilfe des Schneetöffs sogar zu Skaterstrecke. Was doch eine erhebliche Erleichterung bedeutete.
In dieses Kapitel gehört auch die Lawinengefahr. Es lässt sich leicht erahnen, dass sie sich auf erheblich befand. Bis zum Ende der Woche spitzte sich die Lage so weit zu, so dass wir am Donnerstag auf einen Tourentag verzichteten und unsere Zeit am Eisturm hinter der Hütte vertrieben.
Dank der geringen Aktivität des Windes gab es wenigstens kaum Schneeverfrachtungen.

Die Skitouren

Die Tourenwoche liesse sich auch als Schartenwoche benennen. Denn die Touren waren uns durch die grosse Lawinengefahr sozusagen vorgegeben und gestattete kaum einen Gipfel zu besteigen. Verbunden mit der schlechten Sicht und dem üblen Wetter machte eine Gipfelbesteigung keinen Sinn. Das heisst also, und ist wohl eine Prämiere in der Geschichte des BSC: Eine Tourenwoche ohne eine Gipfelbesteigung.
Am ersten Tourentag wollten wir zur Kräuelscharte hoch. Im letzten steilen Hang befanden sich dann aber mindestes zwei Dutzend Italiener, so dass uns das Unterfangen zu gefährlich erschien. Am Mittwoch starteten wir einen zweiten Versuch für diese Scharte und in der optimal gelegten Spur einer schweizer Bergführeraspirantin konnten wir sie auch erreichen.
Die Touren am Montag und Dienstag führten uns unter die Turm- und Wildgratscharte. In den Scharten lag aber soviel Schnee, dass wir auf das Raufwaten verzichteten.
Auf Grund der Verhältnisse verzichten wir auch auf den Hüttenwechsel zur Dresdner- und Sulzenauhütte, weil die Besteigung des Zuckerhütl und des Wilden Freigers gefährlich gewesen wäre. Dafür verlängerten wir den Aufenthalt in der Franz-Senn-Hütte um eine Nacht und kehrten am Freitag nach Hause zurück.

Ach ja, in diesem Absatz gab es noch ein anderes vorherrschendes Thema: Das Spuren!
Von der Schweiz kennen wir das doch eigentlich so, dass früh aufgestanden, schnell gefrühstückt und zügig von der Hütte weggegangen wird. Und der, der Spuren darf, ist gar ein bisschen Stolz darüber. Nicht so in Österreich.
Hier läuft das Rennen anders rum. Aufgestanden wird frühestens um sechs Uhr, Frühstück gibt es ab sechs Uhr dreissig und dann wird gefrühstückt, gefrühstückt, gefrühstückt. Und wer es am längsten aushält und am gründlichsten ist beim Ski anschnallen, der hat gewonnen und muss nicht Spuren! So kam es dann halt, dass Peter zwei Mal spurte. Erinnert ihr euch an meine Ausführungen in den Abschnitten: Wetter und Schneeverhältnisse? Ja, das Spuren war wirklich kein Zuckerschlecken.

Die Hütte, die Gastwirtschaft

Das ist das Thema, das alle Müh und Not entschädigt. Es macht sogar den Aufenthalt in den Bergen bei miesem Wetter angenehm und erholsam. Einquartiert waren wir in einem doch recht grosszügigen und geheiztem 5er Zimmer mit richtigen Matratzen und frisch bezogenem Federduvet. Die Toiletten- und Waschräume waren auf der Etage und wer es nicht glaubt soll sich selbst davon überzeugen, es gab auch richtige Duschen mit warmem Wasser.

Wie Eingangs schon erwähnt, war das Essen und Trinken nur vom Besten. Zum Frühstück gab es ein Buffet: Fleisch, Käse und verschiedene Müesli. Am Mittag nach den Schartentou-ren war essen à la carte (zum Beispiel: Käsespätzle, Kaiserschmarrn, Riesen-Wienerschnitzel) oder dem weniger attraktiven Rucksacktäschchen angesagt. Abends gab es jeweils einen Dreigänger. Salat oder Gemüse fehlte nie. Zum Auftakt wurde jeweils eine feine Suppe serviert. Der Hauptgang zierte zum Beispiel ein hausgemachte Lasagne oder ein würziges Hähnchen mit Reis, zart geschmorten Schweinsbraten von verschiedenen Stücken mit jungen Kartoffeln oder Pouletpiccata mit Tomatenspaghetti oder, oder, oder. Auch das Dessert liess nie lumpen. So gab es sämige Cremen die echt, das heisst nicht nach Chemie schmeckten, Kaiserschmarrn mit Preiselbeeren, oder ein Stückchen Käse mit Brot und frischer Melone und Trauben.
Der passende Wein aus der kleinen, meist heimischen aber ausgesuchten Auswahl durfte natürlich auch nicht fehlen. Und Punkt halb fünf begann dann jeweils der Abend mit einem Weisswein zum Apéro.

Wer nun noch skeptisch gegenüber der Hütte ist, dem soll gesagt sein, dass am Donners-tagabend auf Kosten der Hütte an alle Sekt ausgeschenkt wurde. Dies als dank für das lange Ausharren bei dem schlechten Wetter. Für uns treuen Schweizer gab es natürlich noch "a feines Zwetschgenschnappserl" hinten nach.


Alles in allem ergaben die Komponenten eine erholsame Woche weit ab vom Alltagsstress, in der der Gaumen verwöhnt wurde und der Schlaf und das Lachen nicht zu kurz kamen. Unsere Lungen wurden wieder einmal von frischer Bergluft durchlüftet und die Muskulatur anders beansprucht.
Auch wenn es keine Gipfelbesteigungen gab, gelohnt hat es sich trotzdem!


Evelyn Frischknecht